Wenn der Vater mit dem Sohne…Gedanken im Familiengottesdienst zu Christi Himmelfahrt von Pfr. Ulrich Lindl

„Wenn der Vater mit dem Sohne…“ – und man darf gespannt sein, was dabei herauskommt. Zumindest klingt es nach etwas anderem als „Mutter und Kind“. Mama ist eben nicht Papa und der Papa ist nicht die Mama. Das wissen Kinder ganz genau. Mit welchen Anliegen sind wir als Kinder zuerst zur Mama gegangen und wann haben wir unseren Vater gebraucht?
Dass Vater und Mutter nicht dasselbe sind, spürt man auch daran, wie beide feiern…Man stelle sich vor: Den Muttertag mit Blumen und einem Gedicht; ein erster selbst gebackener Kuchen vielleicht. Mit einem Herz drauf? Und die Familie in Eintracht versammelt.Vatertage verlaufen dagegen oft anders. Manche Väter feiern unter sich – Männer unter Männern, die zumeist Väter geworden sind, und das nicht ungern im Biergarten feucht-fröhlich begießen.

Ich glaube, wir sollten uns darüber freuen, dass es Mütter und Väter gibt. Wir brauchen beide. Zwei Väter ersetzen je keine Mutter und zwei Mütter kann ich mir auch nicht vorstellen. Es gibt halt nur eine Mama… Bei aller Gemeinsamkeit, die uns Menschen verbindet, es bleiben –so glaube ich- auch gottbestimmte Unterschiede, die sich gut ergänzen und bereichern. Dass Kinder beide brauchen, wird besonders spürbar, wenn einer fehlt. Wenn eine Mutter versuchen muss, den Vater zu „ersetzen“ - oder umgekehrt. Bei aller Liebe, das gelingt nur bedingt.

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